Kelche - Monstranz - Ziborien

Auf dem Foto sind je zwei Kelche und Ziborien sowie in der Mitte eine Monstranz abgelichtet. Alle Gerätschaften sind etwa um 1900 gefertigt worden, zwei davon stammen mit Sicherheit aus der damals in Münster bekannten Werkstatt des Joh. Aloys Brunn (rechts und links neben der Monstranz).


Die beiden Kelche sind etwa 18 cm hoch, aus Silber, vergoldet, haben einen schlichten Fuß und sind am Nodus mit Rankenbändern versehen. Der zweite ist offenbar (nach einer entspr. Gravur) 1970 neu vergoldet worden, er trägt auf dem Fuß ein umlaufendes Band mit folgender Inschrift: „Calicem salutaris accipam et nomen Dominis invocabo“.

Die Monstranz (ebenfalls Silber, vergoldet) ist 56 cm hoch bei einer max. Breite von 24 cm. Sie hat einen Sechspassfuß mit breitem Standring. Der Schaft ist maßwerkverziert, in dem Griffknoten sind die 6 Buchstaben „JHESUS“ eingraviert. Der Aufbau ist relativ flach in Bogenarchitektur gestaltet, darin finden sich drei Figuren (Petrus, Maria und Paulus). Das Fenster ist von einem emaillierten Zierband mit Schmucksteinen umgeben.

Die Ziborien entsprechen in ihren Ausführungen den beiden Kelchen (28 bzw. 35 cm hoch). Sie tragen am Fuß gravierte Rankenbänder, die Deckel sind profiliert und mit Kreuzbekrönung versehen. Das eine trägt folgende Inschrift: „Desiderio, desideravi hoc pascha manducare vobiscum antequam patiar“ (Ich habe mich danach gesehnt, dieses Mahl mit euch zu essen, bevor ich leide).

Der Kelch auf dem zweiten Foto (er gehört dem jetzigen Pfarrer Streuer) ist im Jahr 1940 für seinen Großonkel Pfr. Willi Streuer aus Tafelsilber gegossen worden (da es im Krieg kein Silber gab, hat die Familie ihr Silberbesteck dafür „geopfert“).Er überzeugt durch seine Schlichtheit, hat im Nodus vier und am Fuß einen in einem Kreuz eingelassenen Schmuckstein. Am Fuß trägt er auch umlaufend die gleiche Inschrift wie der eine Kelch oben, d.b.: „Ich nehme den Becher des Heiles und werde den Namen des Herrn anrufen.“

Das silberne, leicht vergoldete, Ziborium (37 cm hoch) ist Anfang des vorigen Jahrhunderts hergestellt worden und sehr funktionsbezogen gestaltet. Am Kelch trägt es ein umlaufendes Spruchband in Jugendstil-Lettern: „Ecce panis angelorum factus cibus viatorum“ (Sieh das Engelsbrot, als Wegzehrung geschaffen). Der Deckel ist mehrfach profiliert und von einem Helm mit Silberkreuz bekrönt.

Weihrauchfass und Schiffchen

Das Weihrauchfass (32 cm hoch), es stammt zeitlich aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts, ist im klassizistischen Stil gestaltet.

Karfreitagsratsche

Zu den Raritäten gehört auch die Karfreitagsratsche aus Eichenholz mit Hammersystem, die schon mehr als 100 Jahre ihren Dienst tut, wenn in der stillen Zeit Glocken und Klingeln schweigen müssen.

Salbölgefäß

Auf dem letzten Foto sind drei 10cm hohe Salbölgefäße von der Fa. Lahm aus Münster abgebildet. Die Gefäße sind versilbert, bilden eine Dreiergruppe mit Türmchen; der Deckel fasst alle 3 Spitzen zusammen und hat Bekrönungen mit knospenartigen Kreuzblumen. Auf den Schauseiten sind die Buchstaben „I“, „C“ und „O“ für die 3 hl. Öle eingraviert (hergestellt um 1900).