Impulse der Seelsorger aus unserer Gemeinde während der Corona-Pandemie

Donnerstag der 7. Osterwoche - 28. Mai 2020

Evangelium                                             Joh 17, 20-26

 

Ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, wie du mich geliebt hast. Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor Grundlegung der Welt. Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und ich in ihnen bin.              

Mittwoch der 7. Osterwoche - 27. Mai 2020

Evangelium                                            Joh 17, 6a.11b-19

 

Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir! Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllte. Aber jetzt komme ich zu dir und rede dies noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst. Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt. Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.

Dienstag der 7. Osterwoche - 26. Mai 2020

Evangelium                                                                   Joh 17, 1-11a

 

Dies sprach Jesus.

Und er erhob seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast. Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

Montag der 7. Osterwoche - 25. Mai 2020

Evangelium                                                     Joh 16, 29-33        

 

Da sagten seine Jünger: Siehe, jetzt redest du offen und sprichst nicht mehr in Bildreden. Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und von niemandem gefragt zu werden brauchst. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.

Jesus erwiderte ihnen: Glaubt ihr jetzt? Siehe, die Stunde kommt und sie ist schon da, in der ihr versprengt sein werdet, jeder in sein Haus, und mich alleinlassen werdet. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir. Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.

7. Sonntag der Osterzeit

Evangelium                                             Joh 17, 1–11a

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

 

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sagte: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht! Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt. Das aber ist das ewige Leben: dass sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und den du gesandt hast, Jesus Christus. Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Jetzt verherrliche du mich, Vater, bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war! Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir und du hast sie mir gegeben und sie haben dein Wort bewahrt. Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist. Denn die Worte, die du mir gabst, habe ich ihnen gegeben und sie haben sie angenommen. Sie haben wahrhaftig erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast.

 

 

Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt und ich komme zu dir.

 

Predigtimpuls zum 7. Sonntag der Osterzeit von Pastoralreferent Hans-Dieter Sauer:

 

Liebe Gemeinde,

 

heute erleben wir Jesus als Betenden. Meist kennen wir nur von ihm das Vaterunser-Gebet, oder das Gebet im Garten Gethsemane. Hier jetzt so etwas wie ein Abschiedsgebet. Schwer verständlich, und was will Jesus erbitten? Worum geht es?

 

Das hört sich nach Nimmer-wieder-sehen an, war die Himmelfahrt doch so etwas wie ein endgültiger Abschied, zumindest für unsere Augen und Ohren?

 

Die Autoren unserer beiden biblischen Lesungen sind in einer schwierigen Situation: Sie berichten und schreiben aus der Perspektive eines „DANACH“. Aus ihren Lebenssituationen und Gemeinden.

 

So auch die nachösterliche Sicht des Johannes, der rund um die erste Jahrhundertwende lebt. Die Naherwartung, eben die Hoffnung, dass Jesus tatsächlich für Aug und Ohr zurück kehrt, hat sich nicht erfüllt.

So stellen sich für die jungen Christen-Gemeinden zwei ganz reale und existentielle Fragen:

 

  1. wo ist dieser Jesus jetzt, wo und wie können wir ihn erfahren?
  2. warum sind wir in dieser Situation der Verfolgung ausgesetzt?

 

Mit anderen Worten: es wird nicht besser, sondern eher riskanter, wenn man sich zu diesem Jesus aus Nazareth als Christ bekennt. Die Gemeinde des Petrusbriefes wird „wegen des Namens Christi beschimpft“. Doch darüber solle man sich nicht schämen, (und der Nachsatz, der nicht dort steht, lautet): Sondern stolz darauf sein!

 

Stolz auf Leiden? Stolz auf Opfer bringen? Stolz darauf, Nachteile in Kauf zu nehmen? Ist das so ein Vertröstung für das Jenseits?

 

Tatsächlich spricht das Johannes-Evangelium vom ewigen Leben, das darin besteht => den einzigen und wahren Gott zu erkennen. Und diese Aufgabe hat Jesus auf Erden erfüllt:

„Ich habe deinen Namen den Menschen geoffenbart und sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gabst, von dir ist und sie haben dein Wort angenommen“, sagt Jesus in seinem Gebet an den Vater.

 

Ich muss Sie nun mitnehmen auf die Schattenseiten des Lebens, da wo wirklich das Böse regiert, wo Menschenrechte mit Gewalt und Macht verhindert werden, wo Geld über Menschenleben regiert, wo der Mensch gewahr wird: das ist nicht menschlich, das gehört nicht zum Menschsein, das ist nicht das "Humanum", nicht das, wozu wir Menschen auf Erden sind, das ist nicht unsere Bestimmung!

 

Es ist eben keine Verherrlichung des Menschen, sondern eher seine Verdammnis. Es desaouviert das, wozu der Mensch von Gott eigentlich geschaffen und bestimmt ist.

 

Jetzt können wir uns wieder der johanneischen Theologie nähern. Zum einen müssen wir verstehen, dass Johannes mehr als die anderen Evangelisten der Meinung ist, dass Jesus schon vor aller Welt bei Gott war und wirkte (Dreifaltigkeit, etc.) und nun wieder in die göttliche Seinsweise aufsteigt.

Der Jesus bei Johannes ist kein politischer, wohl aber einer, dem der ganze Mensch, in dieser Welt wichtig ist. Jesus möchte, dass der Mensch Anteil an der Herrlichkeit Gottes, also an der Seinsweise Gottes Anteil hat. Dann wird das Wort "verherrlichen" auch etwas verständlicher und konkreter: In der "Herrlichkeit Gottes leben" heißt nicht, der Mensch wird wie Gott, sondern der Sendungsauftrag des menschgewordenen Jesus erfüllt sich: DER MENSCH WIRD WAHRHAFT MENSCH !!

 

Es geht darum, den Menschen zu humanisieren und so zu einem wirklichen Partner Gottes zu machen. Darum endet das Gebet Jesu mit der Bitte um geschwisterliche Liebe und Einheit aller Glaubenden. Lebt der Mensch sein Humanum, seine ursprüngliche Bestimmung, ehrt er den, der ihn geschaffen hat, seinen Schöpfer, und letztlich sich selbst. Mit anderen Worten:

 

Das Leben war und ist kein „Ponyhof“, aber im Durchleben all dieser tatsächlichen und schwierigen Verhältnisse, und im Festhalten an das IDEAL: der Mensch kann wirklich menschlich sein, geben wir Gott die Ehre! Sind wir mit unserer Menschennatur ganz nah bei ihm.

Und darum - um dies leben zu können, aushalten zu können, schenkt uns Gott seinen Beistand, den HEILIGEN GEIST!

 

Vielleicht so: Es gibt Gott, und es gibt den Menschen. Und es gibt den Menschen, der nicht menschlich ist und lebt - der Mensch also, der der ursprünglich gedachten Vorstellung Gottes vom Menschsein zutiefst widerspricht. Diesen Menschen sollen wir VORBILD sein, dass auch sie durch ihr Leben ein Bild vom gottgeschaffenen Menschen abgeben.

Darum wird Jesus den Heiligen Geist bei den Menschen in den Gemeinden lassen. Der Beistand zum Humanum. Amen.

 

 

Bis Christi Himmelfahrt wurde Sonn- und Feiertags (seit dem 22. März 2020) der Impuls unserer Seelsorger [hier] per Video übertragen. Aufgrund er geringen Nachfrage haben wir uns dazu entschieden, davon zunächst einmal abzusehen. Ab sofort sind alle Impulse auf dieser Seite zu finden.

 

 

Samstag der 6. Osterwoche - 23. Mai 2020

Evangelium:                                              Joh 16, 23b - 28

 

Amen, Amen, ich sage Euch: Was Ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, das wird er Euch geben. Bis jetzt habt Ihr noch um nichts in meinem Namen gebeten. Bittet und Ihr werdet empfangen, damit Eure Freude vollkommen ist. Dies habe ich in Bildreden zu Euch gesagt; es kommt die Stunde, in der ich nicht mehr in Bildreden zu Euch sprechen, sondern Euch offen vom Vater künden werde. An jenem Tag werdet Ihr in meinem Namen bitten und ich sage Euch nicht, dass ich den Vater für Euch bitten werde; denn der Vater selbst liebt Euch, weil Ihr mich geliebt und weil Ihr geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

Freitag der 6. Osterwoche - 22. Mai 2020

Evangelium:                                                         Joh 16, 20 – 23a

 

Amen, Amen, ich sage Euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; Ihr werdet traurig sein, aber Eure Trauer wird sich in Freude verwandeln. Wenn die Frau gebären soll, hat sie Trauer, weil ihre Stunde gekommen ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über die Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. So habt auch Ihr jetzt Trauer, aber ich werde Euch wiedersehen; dann wird Euer Herz sich freuen und niemand nimmt Euch Eure Freude. An jenem Tage werdet Ihr mich nichts mehr fragen.

Mittwoch der 6. Osterwoche - 20. Mai 2020

Evangelium:                                                               Joh 16, 12 - 15

 

Noch vieles habe ich Euch zu sagen, aber Ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er Euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und Euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es Euch verkünden.

Dienstag der 6. Osterwoche - 19. Mai 2020

Evangelium:                                                                                        Joh 16, 5 - 11

 

Jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von Euch fragt mich: wohin gehst Du? Vielmehr hat Trauer Euer Herz erfüllt, weil ich Euch das gesagt habe. Doch ich sage Euch die Wahrheit: Es ist gut für Euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu Euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu Euch senden. Und wenn er kommt, wird er die Welt der Sünde überführen und der Gerechtigkeit und des Gerichts; der Sünde, weil sie nicht an mich glauben; der Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und Ihr mich nicht mehr seht; des Gerichts, weil der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.

Montag der 6. Osterwoche - 18. Mai 2020

Evangelium:                                                                                        Joh 15, 26 – 16, 4a

 

Wenn aber der Beistand kommt, den ich Euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch Ihr legt Zeugnis ab, weil Ihr von Anfang an bei mir seid.

Das habe ich Euch gesagt, damit Ihr keinen Anstoß nehmt. Sie werden Euch aus der Synagoge ausstoßen, ja, es kommt die Stunde, in der jeder, der Euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten. Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben. Ich habe es Euch aber gesagt, damit Ihr Euch, wenn die Stunde kommt, daran erinnert, dass ich es Euch gesagt habe.

Samstag der 5. Osterwoche - 16. Mai 2020

Evangelium Joh 15,18-21


Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Doch dies alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.

Freitag der 5. Osterwoche - 15. Mai 2020

Evangelium Joh 15,12-17


Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf, dass ihr einander liebt.

Donnerstag der 5. Osterwoche - 14. Mai 2020

Evangelium Joh 15,9-11


Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehal-ten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.

Mittwoch der 5. Osterwoche - 13. Mai 2020

Evangelium Joh 15,1-8


Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt. Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

Dienstag der 5. Osterwoche - 12. Mai 2020

Evangelium Joh 14,27-31a


Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich. Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt. Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht, aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat.

Montag der 5. Osterwoche - 11. Mai 2020

Evangelium Joh 14,21-26

 

Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. Judas - nicht der Iskariot - fragte ihn: Herr, wie kommt es, dass du dich nur uns offenbaren willst und nicht der Welt? Jesus antwortete ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen. Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat. Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin. Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Donnerstag, der 4. Osterwoche - 7. Mai 2020

Evangelium Joh 13,16-20

 

Amen, amen, ich sage euch: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr und der Abgesandte ist nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Wenn ihr das wisst - selig seid ihr, wenn ihr danach handelt. Ich sage das nicht von euch allen. Ich weiß wohl, welche ich erwählt habe, aber das Schriftwort muss sich erfüllen: Der mein Brot isst, hat seine Ferse gegen mich erhoben. Ich sage es euch schon jetzt, ehe es geschieht, damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt: Ich bin es. Amen, amen, ich sage euch: Wer einen aufnimmt, den ich senden werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

Mittwoch, der 4. Osterwoche - 6. Mai 2020

Evangelium                                                                           Joh 12,44-50

 

Jesus aber rief aus: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat, und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten. Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich gesprochen habe, wird ihn richten am Jüngsten Tag. Denn ich habe nicht von mir ausgesprochen, sondern der Vater, der mich gesandt hat, hat mir aufgetragen, was ich sagen und reden soll. Und ich weiß, dass sein Auftrag ewiges Leben ist. Was ich also sage, sage ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.

Dienstag, der 4. Osterwoche - 5. Mai 2020

Evangelium                                                                            Joh 10,22-30         

 

Um diese Zeit fand in Jerusalem das Tempelweihfest statt. Es war Winter und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab. Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange hältst du uns noch hin? Wenn du der Christus bist, sag es uns offen! Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab; ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört. Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen und niemand wird sie meiner Hand entreißen. Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen. Ich und der Vater sind eins.

Montag, der 4. Osterwoche - 4. Mai 2020

Evangelium                                                                            Joh 10,1-10

 

Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Samstag, der 3. Osterwoche - 2. Mai 2020

EvangeliumJoh 6, 60-69

 

Viele seiner Jünger, die ihm zuhörten, sagten: Diese Rede ist hart. Wer kann sie hören? Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn aufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn ausliefern würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele seiner Jünger zurück und gingen nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.

Freitag, der 3. Osterwoche - 1. Mai 2020

Evangelium    Joh    6, 52-59

 

Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.

Donnerstag, der 3. Osterwoche - 30. April 2020

Evangelium    Joh 6, 44-51

 

Jesus sagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag. Bei den Propheten steht geschrieben: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.

Mittwoch, der 3. Osterwoche - 29. April 2020

Evangelium      Mt 11, 25-30

 

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“

Dienstag, der 3. Osterwoche - 28. April 2020

Evangelium Joh 6, 30-35

 

Sie sagten zu ihm: Welches Zeichen tust du denn, damit wir es sehen und dir glauben? Was für ein Werk tust du? Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen. Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben. Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot! Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

Montag der 3. Osterwoche - 27. April 2020

Die Synagoge von Kafarnaum. Da sitzen sie vor ihm: Neugierige, Jünger, Gegner, Suchende, Zweifelnde, Nichtgläubige. Sie alle sind hier zusammengekommen. Die so genannte Brotrede Jesu in der Synagoge ist aber nicht nur an die damalige Generation gerichtet. Sie geht durch alle Zeit hindurch. Wir alle, die ganze Menschheit, wird in dieser kleinen Synagoge versammelt. Wir alle sitzen durch das Hören oder Lesen des Evangeliums in dieser Synagoge: vielleicht als Suchende, vielleicht als Zweifelnde oder aber auch als Jünger. Christus wendet sich direkt auch an uns. Er schaut uns an – jeden Einzelnen von uns – und sagt zu uns: „Ich bin das Brot des Lebens“ (Joh 6,35) - auch für euch heute. An Gründonnerstag feiern wir Christen das Abendmahl zur Erinnerung an Jesu letztes Mahl mit den Jüngern. Brot und Wein stehen dabei als Symbole für Christi Leib und Blut. Doch für den Evangelisten Johannes ist es nicht um Jesu Körper gegangen, sondern vor allem um seine Worte und Taten. Jesu ist im Johannesevangelium immerhin das fleischgewordene Wort Gottes.

 

 

 

Evangelium Joh 6, 22-29


Am nächsten Tag stand die Menge am anderen Ufer des Sees; sie hatten gesehen, dass nur ein Boot dort gewesen war und dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass seine Jünger allein abgefahren waren. Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten. Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommen? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird! Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Samstag der 2. Osterwoche - 25. April 2020

Johannes mit dem Beinamen Markus (Apg 12,12) war der Sohn der Maria, in deren Haus sich die Urgemeinde von Jerusalem versammelte. Er begleitete seinen Verwandten Barnabas und den Apostel Paulus auf der ersten Missionsreise, kehrte aber, als sie in Perge in Pamphylien ankamen, allein nach Jerusalem zurück (Apg 13,13). Es scheint, dass er den Mut verloren hatte. Auf die zweite Missionsreise wollte Paulus ihn nicht mehr mitnehmen. Später finden wir ihn wieder bei Paulus (Phlm 24; Kol 4,10; 2 Tim 4,11). Dann war er Begleiter des Petrus in Rom. Petrus-Erinnerungen sind auch in dem nach Markus benannten Evangelium zu erkennen, das sicher vor der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) geschrieben wurde.

Nach der Überlieferung soll Markus die Kirche von Alexandrien gegründet und geleitet haben und dort als Märtyrer gestorben sein. Seine Reliquien kamen im 9. Jahrhundert auf abenteuerliche Weise nach Venedig, wo ihm die Hauptkirche (Markus-Dom) geweiht ist.

 

 

EVANGELIUM - Mk 16, 15-20

In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.

Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.

 

IMPULS:

Die Worte Jesu, die Jesus , sind auch an uns gerichtet, es ist auch unsere Aufgabe: „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium.“ Auf die Fürsprache des heiligen Markus möge er uns dazu die Kraft geben für unseren Alltag

Freitag der 2. Osterwoche - 24. April 2020

EVANGELIUM - Joh 6, 1-15

 

In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?

Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll.

Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele!

Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen!

Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt.

Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll.

Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.

 

IMPULS:

Das Brotwunder nennt der Evangelist Johannes ein „Zeichen“. Und mit dem Verweis auf das Paschafest scheint auch die „Mannaspeisung in der Wüste“ durch. BROT ist hier mehrdeutig und vielschichtig gemeint, so wie es später heißt: der Mensch lebt nicht vom Brot allein!

 

Frere Roger Schutz aus Taizé schrieb dazu:

„Die Menschen, die zu uns kommen, erwarten Brot. Böten wir ihnen Steine zum Anschauen, hätten wir unsere ökumenische Berufung verfehlt. Sie suchen Menschen, die Gott ausstrahlen. Das setzt ein in Gott verborgenes Leben voraus, damit in uns die Präsenz Christi neu lebendig werde.“

Donnerstag der 2. Osterwoche - 23. April 2020

LESUNG - Apg 5, 27-33

 

In jenen Tagen führten der Tempelhauptmann und seine Leute die Apostel herbei und stellten sie vor den Hohen Rat. Der Hohepriester verhörte sie und sagte: Wir haben euch streng verboten, in diesem Namen zu lehren; ihr aber habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt; ihr wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen.

Petrus und die Apostel antworteten: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt. Ihn hat Gott als Herrscher und Retter an seine rechte Seite erhoben, um Israel die Umkehr und Vergebung der Sünden zu schenken. Zeugen dieser Ereignisse sind wir und der Heilige Geist, den Gott allen verliehen hat, die ihm gehorchen.

Als sie das hörten, gerieten sie in Zorn und beschlossen, sie zu töten.

 

IMPULS

Dass wir heute glauben können, verdanken wir vielen Menschen, die von Jesus, dem Auferstandenen, Zeugnis abgelegt haben. Für dieses Zeugnis haben viele den höchsten Preis bezahlt, sie haben oft ihre Freiheit und sogar ihr Leben verloren.

Auch heute sterben viele Christen, weil sie Jesus treu bleiben. Viele Menschen zeigen aber auch in ihrem Alltag, dass das Evangelium und der Glaube für sie wichtig sind, sie strahlen einfach aus, dass sie mehr auf Gott vertrauen und hören als auf alles andere.

All diesen Menschen gilt unsere Dankbarkeit, und auch wir wollen uns um ein Zeugnis bemühen in unserem Alltag.

Mittwoch der 2. Osterwoche - 22. April 2020

LESUNG - Apg 5, 17-26

 

In jenen Tagen erhoben sich voll Eifersucht der Hohepriester und alle, die auf seiner Seite standen, nämlich die Gruppe der Sadduzäer. Sie ließen die Apostel verhaften und in das öffentliche Gefängnis werfen.

Ein Engel des Herrn aber öffnete nachts die Gefängnistore, führte sie heraus und sagte: Geht, tretet im Tempel auf, und verkündet dem Volk alle Worte dieses Lebens! Sie gehorchten und gingen bei Tagesanbruch in den Tempel und lehrten.

Währenddessen kam der Hohepriester mit seinen Begleitern. Sie riefen den Hohen Rat und alle Ältesten der Söhne Israels zusammen; man schickte Boten zum Gefängnis, um die Apostel vorführen zu lassen. Die Diener gingen, fanden sie aber nicht im Gefängnis. Sie kehrten zurück und meldeten: Wir fanden das Gefängnis sorgfältig verschlossen und die Wachen vor den Toren stehen; als wir aber öffneten, fanden wir niemand darin.

Der Tempelhauptmann und die Hohenpriester waren ratlos, als sie das hörten, und wussten nicht, was nun werden sollte. Da kam jemand und meldete ihnen: Die Männer, die ihr ins Gefängnis geworfen habt, stehen im Tempel und lehren das Volk.

Da ging der Tempelhauptmann mit seinen Leuten hin und holte sie, allerdings nicht mit Gewalt; denn sie fürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden.

 

 

IMPULS

„Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“, heißt es einige Verse vor der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte. Trotz Verbot und Verhaftung stellen sich die Apostel in den Tempel und lehren das Volk, d. h. sprechen über ihre Glaubenserfahrung.

 

 

Die Begebenheit ist eine andere Art von Auferstehungsgeschichte:

Das bewachte Gefängnis, aus dem in der Nacht die Apostel durch einen Engel des Herrn befreit werden; am nächsten Tag ist nur noch die leere Zelle da.

 

 

Im Lied heißt es daher:

 

Dienstag der 2. Osterwoche - 21. April 2020

LESUNG - Apg 4, 32-37

 

Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.

Auch Josef, ein Levit aus Zypern, der von den Aposteln Barnabas, das heißt übersetzt Sohn des Trostes, genannt wurde, verkaufte einen Acker, der ihm gehörte, brachte das Geld und legte es den Aposteln zu Füßen.

 

 

IMPULS

Die junge christliche Gemeinschaft wird in der Lesung in einem idealen Licht gezeigt.

Gern wird eingewendet, dass es so wohl kaum war.

Letztlich geht es auch um die Darstellung einer Alternative zur Gesellschaft jeder Zeit, damals wie heute,

in der etwas vom Geist und Evangelium Jesu Christi erlebbar und lebbar wird.

 

Das wünscht sich manche und mancher auch von den Gemeinden heute, in denen nicht selten die gleichen Macht-Muster zu erkennen sind wie in anderen Gruppen und Vereinen der Gesellschaft.

 

Den Auftrag, den uns Jesus in seinem Beispiel der Fußwaschung hinterlassen hat, würde dem entgegen wirken: Dient einander.

Nicht nur im Nachspielen im Gottesdienst am Gründonnerstag, sondern im Alltag der Gemeinde.

 

Montag der 2. Osterwoche - 20. April 2020

EVANGELIUM - Joh 3, 1-8

 

Es war ein Pharisäer namens Nikodemus, ein führender Mann unter den Juden. Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.

Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden.

Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von neuem geboren werden. Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.

 

 

 

IMPULS

Das Sakrament der Taufe wird im Neuen Testament unter verschiedenen Bildern gezeichnet:

Vom Mit-Begrabenwerden und Mit-Auferstehen spricht Paulus im Römerbrief,

im Epheserbrief ist von der Reinigung die Rede –

und im Johannesevangelium, wie es an diesem Montag der 2. Osterwoche in den Gottesdiensten gelesen wird, benutzt Jesus das Bild der Wiedergeburt.

 

Die Taufe hat viele Aspekte.

Durch sie stehen wir auch zu Gott in einem neuen Verhältnis;

er ist unser Vater, wir sind seine Kinder.